{"id":13659,"date":"2025-12-04T12:23:11","date_gmt":"2025-12-04T11:23:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rosyskidscorner.de\/?page_id=13659"},"modified":"2025-12-04T12:23:11","modified_gmt":"2025-12-04T11:23:11","slug":"meine-geschichte-von-luca","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.rosyskidscorner.de\/?page_id=13659","title":{"rendered":"Meine Geschichte &#8211; von Luca"},"content":{"rendered":"<h6>Ich war gerade einmal vier Jahre alt, als sich mein Leben von einem Tag auf den anderen v\u00f6llig ver\u00e4nderte. Die Diagnose lautete Leuk\u00e4mie \u2013 ein Wort, das ich damals noch gar nicht verstehen konnte, das aber alles auf den Kopf stellte. Pl\u00f6tzlich war mein Alltag nicht mehr Spielen, Lachen und Kindergarten, sondern Krankenhauszimmer, Infusionen, \u00c4rztegespr\u00e4che und Chemotherapie.<\/h6>\n<h6>Die Monate und Jahre, die darauf folgten, waren schwer \u2013 f\u00fcr mich, aber auch f\u00fcr meine Eltern. Sie gaben in dieser Zeit alles: Zeit, Kraft, Mut und unendliche Liebe. Nach der ersten Behandlung schien es zun\u00e4chst, als h\u00e4tte ich die Krankheit besiegt. Doch dann kam der R\u00fcckfall. Wieder Krankenhaus, wieder Angst, wieder Ungewissheit. Eine Stammzellenspende wurde notwendig, um mein Leben zu retten.<\/h6>\n<h6>In dieser Phase, in der vieles dunkel und ungewiss war, suchten meine Eltern nach jeder M\u00f6glichkeit, mir etwas Freude zu schenken \u2013 einen Moment, in dem die Krankheit einmal keine Rolle spielt. Mein Vater stie\u00df dabei auf Rosys Kids Corner, eine wunderbare Initiative unter der Leitung von Schwester Karen.<\/h6>\n<h6>Rosys Kids Corner hat es sich zur Aufgabe gemacht, schwer kranken Kindern ein St\u00fcck Normalit\u00e4t, Freude und Lebensmut zu schenken \u2013 durch unvergessliche Momente beim Eishockey. Dank Schwester Karen durfte ich eines Tages zusammen mit meinem Vater ein Spiel der Adler Mannheim besuchen. Ich erinnere mich noch genau an diesen ersten Moment: das Licht in der Arena, das Jubeln der Fans, das Knallen des Pucks auf dem Eis \u2013 und dieses Gef\u00fchl, f\u00fcr ein paar Stunden einfach nur Kind zu sein.<\/h6>\n<h6>W\u00e4hrend meiner Krankheit durfte ich, je nach Gesundheitszustand, immer wieder Spiele aus der Sky Lounge verfolgen. Von dort aus hatte ich einen perfekten Blick aufs Eis. Nach den Spielen kamen die Spieler oft zu uns, nahmen sich Zeit f\u00fcr Fotos, Gespr\u00e4che oder eine kleine Umarmung. Manchmal besuchten sie uns sogar im Krankenhaus. Es waren diese Begegnungen, die mir Mut machten \u2013 zu wissen, dass da Menschen sind, die an mich denken und mir Kraft schenken.<\/h6>\n<h6>Nach der Stammzellenspende begann langsam die Zeit der Genesung. Ich wurde st\u00e4rker, mein K\u00f6rper erholte sich, und die Besuche bei den Adler-Spielen wurden immer h\u00e4ufiger. Rosys Kids Corner erm\u00f6glichte es uns auch, bei besonderen Ausw\u00e4rtsspielen dabei zu sein \u2013 jedes Mal ein unvergessliches Erlebnis. Es war, als h\u00e4tte ich in dieser Zeit eine zweite Familie gefunden.<\/h6>\n<h6>Eishockey wurde f\u00fcr mich mehr als nur ein Sport. Es war mein Antrieb, mein Ziel, meine Motivation, durchzuhalten. In den schwersten Momenten dachte ich oft: <em>\u201eIch will das n\u00e4chste Spiel sehen.\u201c<\/em> Dieses Ziel half mir, nie aufzugeben.<\/h6>\n<h6>Mit den Jahren wurde mein Gesundheitszustand immer besser. Irgendwann gingen mein Vater und ich auch ohne Rosys Kids Corner in die Arena \u2013 diesmal auf den Stehplatz in der Nordwestkurve. Dort, mitten unter den Fans, sp\u00fcrte ich, was Leidenschaft wirklich bedeutet. Die Stimmung, die Ges\u00e4nge, die Emotionen \u2013 all das hat mich sofort gepackt. Von da an war klar: Das ist mein Platz, hier geh\u00f6re ich hin.<\/h6>\n<h6>Heute bin ich 25 Jahre alt und seit 18 Jahren vollst\u00e4ndig genesen. Ich blicke auf eine bewegte Vergangenheit zur\u00fcck \u2013 mit vielen H\u00f6hen und Tiefen. Aber wenn ich eines gelernt habe, dann das: <span style=\"color: #0000ff;\"><strong>Es lohnt sich, nie aufzugeben.<\/strong> <\/span>Der Sport, die Menschen, meine Familie und Rosys Kids Corner haben mir die Kraft gegeben, diese schwere Zeit zu \u00fcberstehen.<\/h6>\n<h6>Bis heute bin ich fester Bestandteil der Nordwestkurve der Adler Mannheim. Jeder Besuch in der SAP Arena erinnert mich daran, wie weit ich gekommen bin. Wenn die Mannschaft aufs Eis f\u00e4hrt und das Stadion bebt, dann wei\u00df ich: Das Leben kann manchmal hart sein, aber es schenkt uns auch unbeschreiblich sch\u00f6ne Momente.<\/h6>\n<h6>Ich habe in meiner Kindheit viel erlebt \u2013 Schmerz, Angst und Ungewissheit, aber auch Liebe, Zusammenhalt und Hoffnung. Eishockey war und ist f\u00fcr mich mehr als ein Hobby. Es war mein Rettungsanker, mein Licht im Dunkeln und meine Inspiration, immer weiterzumachen.<\/h6>\n<h6>Ich habe Rosys Kids Corner und (ich wei\u00df sie hasst es, wenn man sie so nennt \ud83d\ude42 ) Schwester Karen unendlich viel zu verdanken.Ohne sie w\u00e4re vieles anders gewesen. Sie hat mir gezeigt, was Mitgef\u00fchl, Engagement und Herzensw\u00e4rme bedeuten. Daf\u00fcr werde ich ihr und Rosys Kids Corner f\u00fcr immer dankbar sein \u2013 f\u00fcr jedes L\u00e4cheln, jede Umarmung, jedes Geschenk nach einem Spiel und jeden dieser besonderen Momente, die mir halfen, wieder gesund zu werden.<\/h6>\n<h6>Heute bin ich stolz, sagen zu k\u00f6nnen:<br \/>\nIch bin nicht nur gesund, sondern ein Teil der gro\u00dfen Eishockey-Familie \u2013 ein Teil der Nordwestkurve, ein Teil der Adler Mannheim. Und das wird sich nie \u00e4ndern.<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich war gerade einmal vier Jahre alt, als sich mein Leben von einem Tag auf den anderen v\u00f6llig ver\u00e4nderte. Die Diagnose lautete Leuk\u00e4mie \u2013 ein Wort, das ich damals noch gar nicht verstehen konnte, das aber alles auf den Kopf stellte. 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